I.
Die Wurzeln unseres Baby Q Projektes reichen in die frühen 90er Jahre zurück, als wir eine Kooperation mit Dr. Chairat Panthuraamphorn starteten, einem der Pioniere im Bereich der pränatalen Stimulation, der damals schon mit Erfolg ein sogenanntes enrichment-Program in Thailand initiierte. Etwas später führte Thomas Blum in China Feldstudien zur pränatalen Klangstimulation durch, die an der Sun Yat Sen Universität von Guangzhou, am MCH Shunde (Guangdong) und am First MCH Shanghai lokalisiert waren. Ergebnisse dieser umfangreichen Feldstudien finden Sie zusammengefasst in dieser website (siehe HISTORY, PDF 6).

In den 90er Jahren mussten Wissenschaftler kräftig gegen den Strom schwimmen, wenn sie Studien im Bereich der pränataler Stimulation durchführen zu wollten. Das vorherrschende genetische Konzept war einer Einbahnstraße vergleichbar war, wonach DNA die RNA regulierte und über RNA dann auch die Proteinsynthese. Dieses hierarchische Konzept entzieht jeder Annahme von der Wirksamkeit externe Stimulationen auf die fötale Entwicklung den Boden: der Genotyp ist immer dominant und durch externe Stimulation nicht veränderbar. Erste Ansätze von Gilbert Gottlieb, die einen bi-direktionalen Fluss der Information von DNA über RNA zum Protein und eben auch vom Protein über RNA zur DNA erörterten und damit externe Einflüsse auf den Genotyp nicht mehr ausschließen mochten (siehe z.B. ESSENTIALS, Ref. 22), wurden noch lange überschattet vom großen Erfolg des Konzepts vom “egoistic gene“.

Erst Ende der 90er öffnete sich ein neues Fenster, vielleicht auch als Nebeneffekt zur fortschreitenden Privatisierung der Gen-Forschung, und die Wirksamkeit epigenetischer Mechanismen gelangte ins Blickfeld molekularbiologischer Evo-Devo-Projekte. Dabei kam es dann zur entscheidenden Paradigma-Änderung, wonach jene die Proteinsynthese regulierenden Funktionen im gesamten Zellkörper und nicht mehr ausschließlich in der DNA des Zellkerns zu suchen sind. Der Nachweis, dass zellulären, umweltsensible Regulationen existieren, die dann auf die Gen-Aktivität zurück wirken (siehe R.C. Francis, Ref. 1 in ESSENTIALS), begeisterte Wissenschaftler und besonders Therapeuten, die nun, nach Jahren der Lethargie, neuen Sinn in ihrer Arbeit erkannten. Die frohe Botschaft zog jedoch sehr schnell breite Kreise, so dass heute, besonders angesichts mancher You -Tube Beiträge (siehe Videos vom “2011 Tapping World Summit“) wieder größere Distanz und Präzision geboten ist, um einer noch jungen Wissenschaft weitere Entfaltungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

Erst Ende der 90er öffnete sich ein neues Fenster, vielleicht auch als Nebeneffekt zur fortschreitenden Privatisierung der Gen-Forschung, und die Wirksamkeit epigenetischer Mechanismen gelangte ins Blickfeld molekularbiologischer Evo-Devo-Projekte. Dabei kam es dann zur entscheidenden Paradigma-Änderung, wonach jene die Proteinsynthese regulierenden Funktionen im gesamten Zellkörper und nicht mehr ausschließlich in der DNA des Zellkerns zu suchen sind. Der Nachweis, dass zellulären, umweltsensible Regulationen existieren, die dann auf die Gen-Aktivität zurück wirken (siehe R.C. Francis, Ref. 1 in ESSENTIALS), begeisterte Wissenschaftler und besonders Therapeuten, die nun, nach Jahren der Lethargie, neuen Sinn in ihrer Arbeit erkannten. Die frohe Botschaft zog sehr schnell breite Kreise, so dass heute, besonders angesichts mancher You -Tube Beiträge (siehe z.B “2011 Tapping World Summit“) wieder größere Distanz geboten ist, um einer noch jungen Wissenschaft weitere Entfaltungsmöglichkeiten zu ermöglichen.

II.
Wir waren schon lange mit dem Studium der pränatalen Senso-Motorik beschäftigt, und somit durch den aktuellen epigenetischen Ansatz stark motiviert, unser pränatales senso-motorisches Stimulations-Programm auszuformulieren. Dieses zielt schließlich nicht nur auf die Stimulation des Ungeborenen/Neugeborenen, sondern versucht besonders auch die Eltern zu aktivieren, eigenen Talente und ihren Geschmack weiter zu entwickeln oder gar neu zu entdecken: die Eltern als erste Lehrer ihres Kindes, das sie dann, pro-verbal, mit nachhaltigem Lerneffekt kopieren kann. In der zwei-sprachigen Version (englisch und deutsch) umfasst unser Programm “Baby Q (9+9)“ eine pränatale Aktivierungs-Phase (PRE = utero-gestation) und eine breit ausgelegte postnatale Phase von 9-18 Monaten (POST = extero-gestation).

Der PRE Teil des Programms kann als Anleitung für werdende Mütter und Väter angesehen werden, vielfältige Aktivitäten zunächst selbst auszuprobieren: Yoga und Mandala-Zeichnen, Visualisierung und gegenseitige Massagen. Erste audio-taktile Kommunikation mit dem Ungeborenen entwickelt sich parallel, Hör-Erlebnisse und Klang-Massagen hinterlassen bleibende Eindrücke, die in Klang-Yoga Meditationen, im Tanzen, Singen und Instrumentieren, sowie im Tagebuch-Schreiben und im prosodischen Sprechen immer weiter vertieft werden.

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Der POST Teil enthält eine große Vielfalt an Aktivitäten, aus denen die Eltern nach ihrem Geschmack auswählen mögen. Während dieser 9-12 Monate der “Extero-Gestation“ sollten sie ihre Lieblingsaktivitäten weiter ausgestalten, begleitet und unterstützt durch andere Eltern, Familie, Freunde & Nannies. Die audio-taktilen Aktivitäten aus der PRE- Phase werden fortgeführt, um pränatale Erinnerungen zu stärken. Pränatale Geräusch-Erfahrungen aus Musik, Tanz und unseren Tonlandschaften (soundscapes, siehe Resource-DVD) von Wald, Vogelgesang, Zikadenzirpen, Strand und Wellen werden nun durch ganz reale Natur-Entdeckungen lebhaft verstärkt. Sensomotorische Spiele mit anderen Babys, älteren Geschwistern und den Großeltern fördern die soziale Wahrnehmung, fein- und grobmotorische Fähigkeiten und den meist noch ziemlich vernachlässigten Gleichgewichts-Sinn.

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In einem speziellen POST-Teil haben wir den Schwerpunkt auf “visuo-motorische Aktivitäten“ gelegt, für die unser Reservoir von CCC (contrast-contour-colour) -Mustern entwickelt wurde (siehe Resource-DVD). Einige dieser Muster vermitteln über ihre Rotation auf einem Kreisel die Wahrnehmung von Farbmischungen und Graustufen. Dabei spielt dann auch die Förderung komplexer feinmotorischer Fertigkeiten eine Rolle, die zur Rotation des Kreisels nötig sind. CCC-Muster sind ebenso nützlich in anderen POST-Aktivitäten zum Kartenlegen, Basteln und Memory-Spielen.

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www.leonardoevolution.com - Dr. Thomas Blum & Leonie Shihora - Berlin / Marseille